Linsenaustausch im Universitätsklinikum

Dreams and Reality bei FS-Laser-Katarakt-Ops

Ein Mehrgewinn für die Patienten?

Dreams and Reality, DGII-Aktuell, Oktober 2015

Dreams Reality Laser-Katarakt-Op

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen schon Wirklichkeit sein. Dies ist ein Märchen von übermorgen ...“

Diese Intro einer kultigen Fernsehserie aus dem Schwarz-Weiß-Zeitalter würde auch zur Kataraktchirurgie passen. Nicht nur, aber auch in ganz besonderem Maße wegen dem Femtosekundenlaser ist sie präziser, automatisierter und damit standardisierter geworden als je zuvor. Und sie liefert Ergebnisse, die vor einer Kataraktchirurgengeneration noch wie Science-Fiction geklungen hätte. Es sind die Ergebnisse, die Dreams und Reality längst haben eine Symbiose eingehen lassen und die übrigens zum großen Teil aus Europa berichtet werden – unser Kontinent hat bei der klinischen Anwendung und wissenschaftlichen Aufbereitung der Erfahrungen mit der Femtosekundenlaser-assistierten Kataraktchirurgie die Vorreiterrolle übernommen.

Die bisherigen und recht umfassenden Studiendaten zeigen u.a. infolge der teilweise drastischen Reduktion der effektiven Ultraschallzeit (EPT) bis hin zum völligen Verzicht auf jedwede Ultraschallexposition und dem im Vergleich zur konventionellen Technik offenbar geringeren Verlust an Hornhautendothelzellen eine hohe Sicherheit. Wir fanden in einer prospektiven Vergleichsstudie mit dem Catalys Precision Laser System (AMO) einen geringeren Endothelzellverlust 3 Monate postoperativ bei den mit dem Femtosekundenlaser operierten Augen als bei den herkömmlich operierten Augen. Hinzu kommt eine im Vergleich zur herkömmlichen manuellen Kapsulorhexis überlegene Präzision und Reproduzierbarkeit der anterioren Kapsulotomie – Dezentrierungen, Rotationen und Shifts sind bei allen Designs von Premiumlinsen, gegenwärtigen wie zukünftigen, besonders störend und kontraproduktiv. Allein schon bei diesen Patienten mit Premium-IOL - also Patienten, die an bestmöglicher optischer Rehabilitation interessiert und die dafür anfallenden Kosten zu tragen bereit sind – bejaht sich die Frage nach dem Mehrgewinn von selbst.

Die Möglichkeit des präzisen Anlegens intrastromaler, antiastigmatischer Inzisionen während der Kataraktoperation eröffnet eine neue Dimension zur Reduktion des Astigmatismus, die zuvor während der Kataraktoperation gar nicht zur Verfügung stand, ...

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