Linsenaustausch im Universitätsklinikum

IC-8-IOL Linsenaustausch

Laser-Linsenaustausch mit erhöhter Schärfentiefe durch IC-8-IOL


Laser-Linsenaustausch mit IC-8 IOL


Linsenaustausch mit erhöhter Schärfentiefe am nicht dominanten Auge

How is the IC-8 small aperture IOL performing in reality? Burkhard Dick, the Ophthalmologist 2016

Deutsche Kurz-Zusammenfassung für interessierte Patienten, 22.02.2016

Um eine Brillenunabhängigkeit nach Grauer Star-Operation oder einem Linsenaustausch zu erzielen, kann man heute zwischen einer Vielzahl von multifokalen Linsenmodellen auswählen. Keines dieser multifokalen Intraokularliinsen (IOL) ermöglicht die Perfektion wie eine junge natürliche Linse. Dennoch sind die Multifokallinsen in den letzten Jahren erstaunlich gut geworden, sofern die Voraussetzungen stimmen. Multifokallinsen verlangen ein sonst gesundes Auge und niedrige Astigmatismus-Werte nach dem Linsentausch. Beides ist nicht immer möglich.

Nun gibt es einen alternativen Ansatz:
Linsenaustausch an dem nichtdominanten Auge mit einer Zielrefraktion von - 0,75 Dioptrien und Implantation der IC 8-IOL (Fa. Acufocus). Das dominante Auge erhält eine monofokale IOL mit einer Zielrefraktion von 0 Dioptrien.

Ähnlich wie das KAMRA-Implantat in der Hornhaut nutzt die IC-8 IOL das Prinzip der Lochblende: Dies führt zu einer höheren Schärfentiefe und damit zu einem besseren Sehen besonders im Zwischenbereich und in der Nähe.

Um diesen Schärfengewinn nicht zur Hälfte im Unendlichen verpuffen zu lassen, wird die kleinere Lochblende mit einer geringen Unterkorrektur auf dem nicht dominanten Auge kombiniert. Man sieht auf beiden Augen in der Ferne scharf und erzielt in der Nähe einen recht guten Nahvisus für die meisten Alltagssituationen.

Ergebnisse der Post-Market-Studie*:

  1. stabiler beidseitig sehr guter Fernvisus und ein guter Nahvisus, der häufige Alltagsituationen ohne Lesebrille ermöglicht.
  2. Astigmatismen von bis zu 1,25 dpt haben praktisch keinen nachteiligen Effekt auf den erzielten Visus
  3. Augen mit irregulären Hornhäuten oder starken Blendungseffekten können dank der kleinen Lochblende einen erstaunlichen Visusgewinn erzielen.

Durch die verkleinerte Lochblende ist die Sicht für Augenchirurgen bei späteren Augenoperationen am hinteren Augenabschnitt etwas eingeschränkt. Nach verschiedenen Praxis-Tests von Professor Dick lassen sich diese selten erforderlichen Operationen im weiteren Lebensverlauf mit wenigen Anpassungen von einem erfahrenen Chirurgen gut durchführen.

Fazit:
Der einseitige Einsatz dieser Linse verbessert die Brillenunabhängigkeit bei hoher Astigmatismustoleranz.

Die Linse ist zugleich äußerst vielversprechend, um einen Visus-Anstieg bei irregulären Hornhäuten herbeizuführen. Dies kann z.B. bei Keratokonus- und Keratoplastik-Kandidaten eine ganz neue Lebensqualität bedeuten.

Videomitschnitt (4min): Laser-Linsenaustausch mit IC-8-IOL

Grauer Star lasern – Augenklinik Bochum

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