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Augeninnendruck

Grauer und Grüner Star (erhöhter Augeninnendruck) - unproblematisch mit unserem Femtosekundenlaser

Nur minimaler Augendruck-Anstieg bei Laserbehandlung, auch bei Glaukompatienten 

Ein Unglück kommt selten allein. Diese Erfahrung machen vor allem ältere Menschen - es bleibt nicht bei einem Leiden, bei einem Gesundheitsproblem. Viele Senioren haben nicht nur den Grauen Star, also die altersbedingte Trübung der Linse, sondern zusätzlich auch den Grünen Star - das Glaukom, eine Schädigung des Sehnerven meist durch einen zu hohen Druck im Augeninneren. Beide Krankheiten unterscheiden sich grundsätzlich sehr von einander: Der Graue Star kann mit einen Linsenaustausch (Kataraktoperation) restlos behoben werden; das Sehvermögen des Patienten ist nach dem Eingriff so gut wie schon lange nicht mehr. Im Medizinerdeutsch: der Sehverlust durch die Linsentrübung ist reversibel.

Mit dem Glaukom, dem Grünen Star, verhält es sich ganz anders: mit der Therapie des Glaukoms versuchen wir, den Augeninnendruck zu senken - entweder mit Augentropfen oder mit einer Augendruck-senkenden Operation. Die Schädigung, die ein Sehnerv indes durch einen zu lange Zeit zu hohen Augeninnendruck erlitten hat, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden - in der Fachsprache: sie ist irreversibel. In der Glaukomtherapie geht es darum, dass der Schaden nicht weiter fortschreitet - man versucht den Augendruck zu senken, in einem ungefährlichen Bereich zu halten.

Theoretisch kann eine Kataraktoperation mit einem Femtosekundenlaser für einen Glaukompatienten ein Problem darstellen: einige Systeme verfügen über ein relativ starres Verbindungsstück von Auge mit Laser, dem sogenannten Interface, welches für die Zeit der Laserbehandlung zu einem nicht ungefährlichen Anstieg des Augeninnendrucks führen kann.

Das System, mit dem wir in Bochum arbeiten, nutzt ein anderes Prinzip, ein flüssigkeitgefülltes Interface. In einer wissenschaftlichen Studie haben wir nachweisen können, dass es in den wenigen Minuten, in denen das Patientenauge mit dem Laser in Verbindung gebracht ist, nur zu ganz leichte Augendruck-Anstiegen um wenige mm Hg kommt. Der Eingriff ist somit für Glaukompatienten unbedenklich.

Die Kataraktoperation hat neben der deutlichen Verbesserung der Sehschärfe einen weiteren potentiellen Nutzen: bei vielen Patienten ist der Augendruck nach dem Linsenaustausch niedriger als vorher - nicht ganz überraschend, da die getrübte und oft geschwollene natürliche Linse durch eine dünne Kunstlinse ersetzt wird. Für Glaukompatienten ist dies ein oft unerwarteter Benefit der Operation des Grauen Stars.

 

Augeninnendruck

Basisinformation: Augendruck - die veränderbare Ursache bei Glaukom

Das menschliche Auge ist eines der wichtigsten Sinnesorgane. Die einzelnen Komponenten wie die Hornhaut, der Glaskörper und die Iris bilden bei einem gesunden Auge ein filigranes und fein ausbalanciertes System. Während sich eine Linsentrübung relativ schnell bemerkbar macht, müssen andere Augenerkrankungen und Werte dagegen regelmäßig kontrolliert werden. Dazu zählt insbesondere der Augendruck.


Im Inneren des Auges wirkt – vergleichbar mit den Blutgefäßen – ein bestimmter Druck auf die Innenwand. Verursacht wird dieser Augendruck durch eine spezielle Kammerflüssigkeit, die dem Auge durch den gleichmäßigen Druck die passende runde Form gibt. Durch den normalen Augendruck werden alle Komponenten des Auges präzise an ihrem Platz gehalten werden. Erst die perfekte Entfernung von Netzhaut, Linse, Rezeptoren und Hornhaut zueinander ermöglicht ein optimales Zusammenspiel und damit eine hundertprozentige Sehschärfe.

Die Messung des Augendrucks ist eine einfache Untersuchung, die auf Wunsch in jeder Augenarztpraxis vorgenommen wird. Als Vergleichsgröße dient dabei entweder die Maßeinheit „Torr“ (Torr) oder die Einheit „Millimeter-Quecksilbersäule“ (mmHg). Werte zwischen 10 mmHg und 20 mmHg sind am häufigsten.

Erfahrene Praktiker können den Augendruck bereits durch einen leichten Fingerdruck auf das geschlossene Augenlid bis auf etwa 3 mmHg genau feststellen. Diese Methode der Augeninnendruckmessung (Tonometrie) ist schnell, unkompliziert, aber leider auch nicht besonders genau. Wesentlich exakter sind Messmethoden, bei denen verschiedene Geräte und Apparate zum Einsatz kommen. So kann beispielsweise mit einer Spaltlampe die Kraft gemessen werden, die nötig ist, um die Hornhaut des Auges mechanisch leicht einzudrücken. Am häufigsten genutzt wird heute eine Variation solcher Messungen, bei der auf die Hornhaut ein kurzer Luftstoß einwirkt.

Die Kontrolle und Messung des Augendrucks wird von Experten regelmäßig ab dem 35. Lebensjahr empfohlen. Bei auftretenden Beschwerden oder weiteren Risikofaktoren (familiäre Vorerkrankungen, Diabetes, Glaukom) sollte früher beobachtet werden, insbesondere, um irreparable Erkrankungen des Auges zu vermeiden. Zu den häufigsten Schäden, die durch einen erhöhten Augendruck hervorgerufen werden, gehört der sogenannte Grüne Star (Glaukom). Dabei verliert das Auge immer mehr einzelne Nerven am Sehnerv, was unbehandelt zu einer verminderten Sehleistung und schließlich zur Erblindung führen kann. Früher hat man erhöhten Augendruck mit dem Glaukom, d.h. der Sehnervschädigung gleichgesetzt. Heute, weiß man, dass es noch weitere Ursachen gibt. Bislang bleibt aber die Reduzierung des Augendrucks die effektivste Stellgröße, um das Voranschreiten einer Sehnervschädigung aufzuhalten. Absolute und einheitliche Zielwerte sind zunehmend von geringerer Bedeutung, entscheidender ist die relative und konstante Drucksenkung zum persönlichen Ausgangswert.

Um den Augendruck zu regulieren, kommen zuerst Augentropfen zur Anwendung. Mit Antiglaukomatosa beispielsweise kann die Produktion der Kammerflüssigkeit vermindert werden, wodurch sich der Augeninnendruck verringert. Bei den operativen Korrekturen versucht man dagegen immer den Abfluss des Kammerwassers zu verbessern und damit den Druck zu senken.

Letzte Änderung: 15.06.2017
Grauer Star lasern - Augenklinik Bochum