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Verengte Pupillen

Grauer Star bei verengten Pupillen mit Malyugin Ring in Bochum routiniert behandeln

Laserbehandlung auch bei Patienten mit einer kleinen Pupille, z.B. durch die Einnahme von Prostatamedikamenten

Wie ein Blick durchs Schlüsselloch - wie die Femtosekundenlaser-OP bei verengten Pupillen abläuft

Wenn eine Operation des Grauen Stars vorgenommen wird, sollte die Pupille möglichst weit sein. Um dies zu erreichen, bekommt der Patient vor der Operation Augentropfen (Mydriatika) eingeträufelt, die zu einer weiten Pupille führen sollen. Allerdings gibt es Menschen, die von Natur aus eine enge Pupille haben und/oder auf diese Tropfen nicht ansprechen. Eine enge, wenig reagierende Pupille kann auch die Folge der Einnahme von bestimmten Medikamenten gegen eine vergrösserte Prostata sein - in der "reifen" Altersgruppe, in der man den Grauen Star bekommt und an diesem operiert wird, bei Männern bekanntlich keine Seltenheit.
Eine enge Pupille ist längst kein unüberwindliches Hindernis mehr für eine Kataraktoperation - auch nicht für einen Eingriff mit dem Femtosekundenlaser. Als ein Zentrum mit der möglicherweise umfassendsten Erfahrung in Deutschland haben wir reichlich Expertise mit Patienten, die andernorts als "problematisch" betrachtet werden. So können wir in zahlreichen Fällen von enger Pupille diese doch noch erweitern, wenn der Patient auf dem OP-Tisch liegt, indem wir ein sogenanntes Viskomydriatikum, eine Mischung aus Gleitgel und pupillenerweiterndem Medikament, ins Augeninnere eingeben. Sollte auch dies nicht helfen, gibt es ein elegantes kleines Hilfsmittel: wir setzen einen sogenannten Malyugin-Ring ein, der die Pupille für die Dauer des Eingriffs zuverlässig und komplikationslos aufspannt. Vor Ende der OP, wenn die neue Linse, die IOL, implantiert wurde, entfernen wir das kleine Hilfsmittel. Wenn dann die Pupille wieder eng wird, stört es niemanden - die Operation ist gelaufen; mit hoffentlich optimalem Ergebnis für den Patienten.

Verengte Pupille des Auges

Hintergrundinformation: Verengte Pupillen

Auf den ersten Blick kann die Operation des Grauen Stars mit engen Pupillen eine zusätzliche Herausforderung bei weniger erfahrenen Augenchirurgen darstellen. Im Zuge des medizinischen Fortschrittes gibt es heute gute Möglichkeiten, den Eingriff - wie oben beschrieben - erfolgreich durchzuführen.
Die Ursachen für verengte Pupillen können vielschichtig sein. Mit zunehmendem Alter werden die Pupillen enger. Auch Vergiftungen mit Medikamenten oder Opiaten können verengte Pupillen hervorrufen. Fehlerhafte Pupilleneinstellungen sind zudem nicht selten auf Verletzungen zurückzuführen. Stecknadelgroße Pupillen können nach Augenoperationen auftreten.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Störungen des efferenten Weges, d.h. auf dem Weg vom Gehirn zur Pupille. Ungeachtet dessen, ob es sich dabei um eine Störung der Nerven oder der Muskulatur handelt, kommt es hier zumeist zu einer sogenannten Anisokorie. Dieser Begriff bezeichnet nichts weiter als die ungleiche Pupillenweite des linken und rechten Auges.
Kommt es zu einer Schädigung der Muskeln, welche für die Regulierung der Pupillenweite zuständig sind, so kann dies unmittelbar zu dem hier im Zentrum stehenden Symptom ‘enge Pupillen’ führen. Auslöser können sowohl direkte Verletzungen des sogenannten ‘Musculus sphincter pupillae’, in der Umgangssprache auch ‘Pupillenschließer’ genannt, und des ‘Musculus dilatator pupillae’ bzw. des ‘Pupillenöffners’ als auch andere Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Lyme-Borreliose sowie Multiple Sklerose sein.
Verengte Pupillen werden in der Regel von einer verlangsamten Lichtreaktion bei Helligkeitswechsel begleitet. Bei einer Anisokorie lässt sich anhand dieses Phänomens feststellen, welches der beiden Augen gesund bzw. erkrankt ist. Doch eine Beeinträchtigung der Lichtreaktion tritt auch in Zusammenhang mit der sogenannten Pupillotonie auf. Dabei handelt es sich um eine parasymphatische Innervationsstörung, welche sich unter anderem darin äußert, dass sich die erkrankte Pupille bei Dunkelheit verengt, im Falle von intensiver Lichteinstrahlung jedoch auffallend geweitet bleibt.