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Grauer Star - Linsentrübung

Grauer Star - wenn sich die Augenlinse trübt. Diagnose, Ursachen, Behandlung der Linsentrübung (med.: die Katarakt). Ultraschall oder lasern?

Info kompakt

Grauer Star, Augenkrankheit: Definition und Diagnose

Ein Grauer Star wird diagnostiziert, wenn eine Linsentrübung vorliegt. In der Medizin wird die Trübung der Augenlinse als Katarakt bezeichnet. Die deutsche Wortherkunft der Bezeichnung Star geht auf das Mittelalter zurück - der Begriff bedeutete hier so viel wie starr
Schon in einem frühen Stadium kann der Augenarzt durch den Blick an Spaltlampe die Diagnose stellen. Sind die Augenlinsen getrübt, ist das scharfe Sehen eingeschränkt. Man kann darüber streiten, ob es sich dabei um eine echte Augenkrankheit oder eher um eine Alterserscheinung handelt.
Zwischen 52 und 64 Jahren haben die Hälfte der Bevölkerung einen Grauen Star, ohne Sehstörungen zu bemerken. Zwischen 65 und 75 Jahren haben neun von zehn einen Grauen Star. Vier von zehn 75 Jährigen nehmen die Sehbeinträchtigungen ihrer altersbedingten Linsentrübung war (Quelle, BVA).  

Die gute Nachricht: die Linsentrübung lässt sich heute zuverlässig durch einen Linsenaustausch mit modernen Augenlinsen (Intraokularlinsen, IOL) beseitigen.    

Ursachen einer Linsentrübung (med. die Katarakt)

Ein Grauer Star tritt in den allermeisten Fällen in Form einer Alterskatarakt auf. Seltener liegen der Linsenveränderung Ursachen wie Verletzungen, Erkrankungen (wie etwa Diabetes mellitus) oder extreme Einwirkungen von Hitze und/oder UV-Licht zugrunde. Eine Trübung der Augenlinsen ist darauf zurückzuführen, dass in der Linse enthaltene Struktureiweiße auskristallisieren. Ganz ähnlich wie das Eiweiss eines Ei beim Erhitzen seine Transparenz verliert - bei der Augenlinse eben nur ganz langsam über Jahrzehnte. 

Verlauf einer Linsentrübung

Eine Eintrübung der Linse verläuft im Regelfall schleichend. Anzeichen dafür, dass ein Grauer Star vorliegt, treten hierzulande meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Die Linsentrübung macht sich bei Gegenlicht durch Lichtempfindlichkeit erstmals bemerkbar - der Betroffene fühlt sich rascher geblendet als üblich. Patienten in fortgeschrittenem Stadium einer Linsentrübung meinen durch Milchglas oder einen Schleier zu sehen. Der Kontrast verringert sich zunehmend. Liegt ein Grauer Star im späten Stadium vor, ist die Linsentrübung durch das Gegenüber zu erkennen. Nun hat sich ein starker Sehkraftverlust eingestellt, der bei unterbleibender Behandlung zur Erblindung des Betroffenen führen kann.

Grauer Star vorher und nachher
Grauer Star: Erste Symptome einer Linsentrübung (links, Kontrastverlust, Milchglas, Blendung bei Gegenlicht)

Aufgrund seines langsamen Verlaufs bringt ein Grauer Star im Anfangsstadium milde Symptome mit sich. Starke Beeinträchtigungen fallen bei vielen Menschen somit erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Neben einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Blendungen bemerken Patienten nun etwa, dass sie ihre Umwelt optisch weniger scharf sowie kontrast- und farbloser wahrnehmen. Auch die räumliche Sehfähigkeit kann aufgrund einer Katarakt beeinträchtigt sein. Vorübergehend kann der Graue Star sogar eine Lesebrille entbehrlich werden lassen, da mit Katarakt-Entwicklung eine leichte Kurzsichtigkeit einhergehen kann. Die Auswirkungen der Alterssichtigkeit im Nahbereich werden so zu Lasten der Fernsicht reduziert.

Grauer Star: Geeignete Behandlungsschritte

Ist eine Linsentrübung soweit fortgeschritten, dass sie beim Betroffenen zu deutlichen Einschränkungen führt, ist eine Kataraktoperation ratsam. Mit der Operation erfolgt ein Linsenaustausch - die getrübte Linse wird hierbei durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Das Sehvermögen verbessert sich: man sieht wieder durch eine klare Linse. Eine Kataraktoperation kann heute in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden. Mediziner raten dazu, mit einer Behandlung nicht zu lange zu warten, denn durch eine entsprechende Behandlung kann einer beginnenden Abnahme der Lebensqualität aufgrund eingeschränkten Sehens frühzeitig entgegengewirkt werden. Erfahren Sie mehr unter: "Wann behandeln?"

Behandlungsalternativen: Ultraschall oder Femtosekundenlaser (Grauer Star lasern)

Klassisch wird die Graue Star-OP mit Ultraschall durchgeführt, d.h. die eingetrübte Linse wird mit Ultraschall zerkleinert, damit diese in kleinen Stücken abgesaugt werden kann.
Heute, d.h. seit fast 10 Jahren lässt sich die Behandlung mit einem Femtosekundenlaser perfektionieren. Statt der mechanischen Zerkleinerung durch Ultraschall wird die Linse mit dem Femtosekundenlaser zerkleinert. Darüberhinaus werden die vorbereitenden Schritte zum Linsenaustausch wie Kapsolotomie und Tunnelbildung mit dem Laser durchgeführt. Dies bedeutet, dass der Augenchirurg während der OP keine Schnitte per Hand am Auge durchführen muss. Im Ergebnis führt dies zu einer schnelleren Rehabilitation und zu höherer Präzision.

Nach unserer Erfahrung ist dies bei vielen Ausgangsbedingungen von besonderem Nutzen. Durch die erhöhte Präzision beim "Grauen Star lasern" werden nach unserer Erfahrung Zielrefraktionen noch besser erreicht, so dass Sie mit Premiumlinsen im Alltag häufiger auf eine Brille verzichten können.

 

Zusatznutzen mit Premiumlinsen 

Durch zuzahlungspflichtige Premiumlinsen lässt sich das Sehen nach dem Linsenaustausch noch besser auf die persönlichen Sehgewohnheiten ausrichten. Je nach ausgewähltem Linsentyp profitiert man dabei stärker durch einen bestkorrigierten (Fern-)visus oder einer höheren Brillenunabhängigkeit im Alltag. 

Info ausführlich (im Aufbau)

Letzte Änderung: 25.10.2017
Grauer Star lasern - Augenklinik Bochum