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Häufige Fragen (FAQ)

Typische Fragen zum Grauen Star: kurz und knapp beantwortet

Grauer Star: Fragen nach Diagnose

 

Was ist ein Grauer Star?

 

Beim Grauen Star, auch Katarakt genannt, handelt es sich um eine Eintrübung der natürlichen Augenlinse, die verstärkt im fortgeschrittenen Lebensalter auftritt.

 

 

Wie äußert sich der Graue Star?

Die Trübung der Augenlinse führt zu einem langsamen, schmerzlosen Sehverlust. Meist beginnt es mit einer schleichenden Lichtempfindlichkeit. Viele Patienten fühlen sich in der Dunkelheit, von Lichtquellen geblendet. Der Eindruck von Farben verblasst. Die Sicht wird zunehmend verschwommen. Die Welt erscheint den meisten Patienten wie durch einen gelblichen Schleier, der mit der Zeit dichter wird. Manchmal kommt es auch zu einer plötzlichen Kurzsichtigkeit durch den Grauen Star.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Aus heutiger Sicht ist die einzige Erfolg versprechende Behandlung eine Operation, bei der die getrübte natürliche Linse durch eine klare künstliche Linse ersetzt wird.

Die Kataraktoperation gehört zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen mit jährlich 900.000 Operationen in Deutschland. Die Operation des Grauen Stars führt mit enorm hoher Erfolgsquote zu einer deutlich verbesserten, klaren Sicht.

 

Wann sollte man den Grauen Star operieren lassen?

Regelmäßige Untersuchungen bei Ihrem Augenarzt helfen, den richtigen Zeitpunkt für die Operation zu bestimmen. Sofern Sie sich den täglichen Anforderungen an Ihr Sehvermögen gewachsen fühlen, ist keine Eile geboten. Stellen sich die oben genannten Symptome ein, wird Ihr Augenarzt die Ursache untersuchen und gegebenenfalls einen operativen Austausch der Linse vorschlagen.

Bestimmte Tätigkeiten erfordern höhere Anforderungen an das Sehvermögen. Sollten Sie regelmäßig in der Dunkelheit Auto fahren oder besondere berufliche Anforderungen haben, wird der Augenarzt früher zu einer Operation raten.

Detailierte Infos unter: Wann Grauen Star operieren?

Refraktiver Linsenaustausch:

Liegen zusätzlich Sehfehler vor, kann ein Linsenaustausch früher - zur Korrektur der vorhandenen Kurz- oder Weitsichtigkeit durchgeführt werden. Auch bei einem störenden Astigmatismus kann früher behandelt werden.
Ähnliches gilt, wenn man mit so einer Behandlung zugleich die Abhängigkeit von der Lesebrille reduzieren möchte. Die Auswahl der zu den Sehgewohnheiten passenden Augenlinsen ist für den Erfolg der Behandlung entscheidend. Da bei diesen Eingriffen die Korrektur der Refraktion im Vordergrund steht, spricht man von einem Refraktiven Linsenaustausch.  

Welche Risiken gibt es?

Die Kataraktoperation gehört mit zu den risikoärmsten Operationen überhaupt.
Wie bei jedem operativen Eingriff lassen sich Komplikationen nicht hundertprozentig ausschließen. Über mögliche Risiken und Komplikationen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.

Bitte suchen Sie umgehend einen Augenarzt auf, falls Sie in den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation eine Verschlechterung Ihrer Sehschärfe oder eine Rötung am Auge bemerken oder Schmerzen auftreten.

Gelegentlich kann eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel eine langsam fortschreitende Verschlechterung der Sehschärfe bewirken. Dieser so genannte Nachstar tritt meist erst nach einigen Monaten bis Jahren auf. Mit einem speziellen Laser kann diese Eintrübung schmerzfrei und risikoarm ambulant beseitigt werden.

 

Werden beide Augen gleichzeitig operiert?

Auch wenn beide Augen vom Grauen Star betroffen sind, wird in aller Regel zunächst nur ein Auge operiert, der Heilungsprozess abgewartet und dann das andere Auge operiert. Der Augenarzt bespricht mit Ihnen einen günstigen Zeitpunkt für den Eingriff am anderen Auge.

 

Muss die künstliche Linse nach einer bestimmten Zeit ersetzt werden?

In praktisch allen Fällen einer komplikationsarmen Kataraktoperation bleibt die Linse für den Rest des Lebens in Ihrem Auge und wird Ihnen gleichbleibend gute Dienste leisten.

 

Wie lange muss ich nach der Kataraktoperation im Krankenhaus bleiben?

Durch die Fortschritte in den Operationsverfahren werden immer mehr Patienten ambulant operiert und können nach wenigen Stunden die Klinik wieder verlassen. Sie können in den ersten Tagen noch nicht Auto fahren und sollten sich daher nach der Operation abholen lassen.

Selbstverständlich sollte das Auge in der ersten Zeit geschont und Wasser, Seife, Staub und andere Partikel ferngehalten werden.

In manchen Fällen ist eine stationäre Aufnahme des Patienten sinnvoll. Dies wird Ihr Operateur mit ihrem behandelnden Augenarzt und Hausarzt vorher abstimmen. Ein Klinikaufenthalt ist für zwei bis drei Tage erforderlich.

In allen Fällen ist es wichtig, dass Sie die Nachsorge mit Ihrem Operateur und behandelnden Augenarzt absprechen und sich an deren Anweisungen halten.
 

Wann kann ich nach der OP arbeiten?

Wann Sie Auto fahren oder gegebenenfalls arbeiten können, hängt vom Heilungsverlauf und von Ihrer Sehschärfe nach der Operation ab. Falls Sie eine Brille benötigen, wird diese erst nach einigen Wochen verordnet, wenn sich der Zustand des Auges stabilisiert hat und die benötigte Stärke der Brille berechnet werden kann.

 

Wie gut kann ich nach der OP sehen?

Das Sehvermögen nach der Kataraktoperation hängt in erster Linie davon ab, ob noch andere Erkrankungen des Auges vorliegen. Ist dies nicht der Fall, ist bei den allermeisten Patienten mit einer erheblichen Verbesserung des Sehvermögens zu rechnen.

Tipp: Wenn keine weitere Augenerkrankungen (siehe das menschliche Auge) vorliegen, können Sie mit individuell angepasste Augenlinsen (Intraokularlinsen) gleichzeitig von Ihrer Brille oder Lesebrille unabhängiger werden. Lesen Sie hierzu mehr auf der folgenden Seite: Augenlinsen.

 

Letzte Änderung: 13.08.2018