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Italienische Augenärzte ehren Professor Dr. Burkhard Dick

Italienische Augenärzte würdigen Pionierleistung beim Laser-Linsenaustausch mit "Antonio Scarpa-Medaille"

Pressemitteilung Universitäts-Augenklinik Bochum, 23. Mai 2016

Amerikanische Augenärzte ehren Dick

Prof. Dr. med. Burkhard Dick, Augenchirurg, Operation des Grauen Stars und von Fehlsichtigkeiten


Auf ihrer Jahrestagung in Mailand verlieh die „Società OftalmologicaItaliana“ Professor Dr. Burkhard Dick, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, jetzt die „Antonio Scarpa-Medaille“ und würdigte damit seine Pionierleistung auf dem Gebiet der lasergestützten Kataraktchirurgie.

Bei der Operation des Grauen Stars, der meist altersbedingtgetrübten Linse des menschlichen Auges, mittels Femtosekundenlaser gehört die Universitätsaugenklinik Bochum zuden klinischen Zentren, die weltweit die meiste Erfahrung mit dieserMethode haben. Bisher wurden auf diese Weise bereits über 5.000 Patienten mit dem innovativen Verfahren erfolgreich behandelt.

Anlässlich des Treffens der Vereinigung italienischer Augenärzte hielt der Bochumer Klinikdirektor vor Augenspezialisten aus mehr als zwei Dutzend Ländern eine Ehrenvorlesung. In dieser ging es um eine medizinische Technik, die für viele Augenchirurgen weltweit inzwischen fast synonym mit „Bochum“ ist: die Femtosekundenlasergestützte Kataraktoperation. Die Augenklinik des Universitätsklinikums bietet die Methode seit rund fünf Jahren an und hat wohl seitdem mehr Patienten operiert als viele andere Zentren, sowie wahrscheinlich auch die meisten wissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema veröffentlicht.

Bei dieser Operation des Grauen Stars – medizinischer Fachausdruck: Katarakt – werden mehrere Schritte mit dem Laserausgeführt, die der Augenchirurg bei herkömmlichem Vorgehen mitder Hand vornimmt: die Zerlegung der getrübten Linse und dieEröffnung der Linsenkapsel, in welche eine Kunstlinse – eine IOL(Intraokularlinse) – implantiert wird. Mit dieser wird dem Patienten nach dem Eingriff ein deutliches und scharfes Sehen, in vielen Fällensogar ganz ohne Brille ermöglicht. Dick und seine Mitarbeiter haben in einer Reihe von Studien gefunden, dass die OP mit dem Laser präziser und für viele Patienten auch schonender ist als die üblich angewandte Methode, bei welcher die Linse im Auge mit Ultraschall zertrümmert wird. Die Bochumer Ärzte haben festgestellt, dass die Kataraktoperation mit dem Laser vor allem Patienten mit einem schwierigen Ausgangsbefund zugute kommt sowie Menschen mit einer bestimmten Hornhauterkrankung und auch Kindern mit einer insgesamt sehr seltenen angeborenen Linsentrübung.

„Die hohe Präzision des Eingriffs mit dem Femtosekundenlaser“, erklärt Dick, „ist besonders dann wertvoll, wenn sich der Patient für eine Intraokularlinse mit einem anspruchsvollen optischen Design entscheidet. Das sind zum Beispiel Kunstlinsen mit Multifokaloptik, dank derer postoperativ sowohl Sehen in die Ferne als auch Lesenvielfach ganz oder weitgehend ohne Brille möglich wird. Das sind ferner sogenannte torische IOL, mit denen eine oft seit langembestehende Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgeglichenwird. Bei diesen Patienten muss die Kunstlinse exakt positioniert werden, darf sich nicht verschieben, drehen oder verkippen. Der Laser schafft dafür die Grundlagen.“ Bei seinem Referat in Mailand, das wie die Medaille den Namen eines großen italienischen Chirurgenund Anatoms aus dem frühen 19. Jahrhundert trug, unterstrich Dick, dass die OP mit dem Laser und die Implantation einer IOL gemäß individuellem Patientenwunsch immer häufiger als Methode zum Ausgleich einer Fehlsichtigkeit mit dem Ziel der Brillenfreiheit vorgenommen werden. Es scheint, dass das Potenzial des Lasers beiWeitem noch nicht ausgereizt ist.

Grauer Star lasern - Augenklinik Bochum