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Linsenaustausch im Universitätsklinikum

Tecnis Synergy IOL: Multifokale Linse mit EDOF Wirkung kombiniert

Die Linse für alle Entfernungen

Multifokallinse und EDOF -sehen in allen Entfernungen


Die Suche nach dem Eldorado der Refraktivchirurgie:


Es ist noch nicht sehr lange her – und wird, oh Schreck, vielleicht gar mancherorts noch heute so gehandhabt – da bestand die Prüfung der Sehschärfe im Klinik- wie Praxisalltag aus (maximal) zwei Schritten: Der Bestimmung des Fernvisus und dem anschließenden Überreichen einer Lesetafel mit einigen weitgehend sinnentleerten Texten zur Prüfung des Nahsehvermögens nach Nieden. Wenig Beachtung fand die Entfernung, die etwas länger war als der ausgestreckte Arm des Patienten.

Digitale Revolution rückt den Intermediärbereich in den Mittelpunkt

Das indes hat sich dank der sogenannten digitalen Revolution drastisch geändert. In der Population der 55- bis 64-Jährigen, also der dem „Kataraktalter“ entgegenschreitenden demographischen Schicht, nutzen 84 % ein Smartphone, 70 % besitzen einen Desk- oder Laptop und 57 % arbeiten (oder entspannen) mit einem Tablet. Der Intermediärbereich ist heute von essentieller Bedeutung im täglichen Leben und ein Brennpunkt in etwa 60 cm Entfernung lässt Tätigkeiten mit den genannten technologischen Errungenschaften bequem durchführen.

Eine Intraokularlinse zu finden, die diesen Bereich optimal abdeckt und gleichzeitig exzellente Fern- und auch noch gute Nahsicht ermöglicht, ist eine der ganz großen und für alle Beteiligten lohnenden Herausforderungen in der Ophthalmochirurgie. Die meisten auf dem Markt befindlichen IOL – und dieser Markt ist reich an hochwertigen Innovationen – haben regelrechte Lücken in ihrem Sehbereich: Die bifokalen beispielswiese im Intermediärbereich und die trifokalen an dessen Übergängen zum Nah- und zum Fernsegment. Ein kontinuierliches Sehen im gesamten Bereich und eine besonders gute Wahrnehmung im individuellen, als ideal wahrgenommenen Entfernungsbereich, soll die verschiedene IOL-Technologien – nämlich das EDOF-Konzept mit einer multifokalen Optik – vereinende TECNIS SyngeryTM gewährleisten. Was in der Praxis bedeutet: ein Visus zwischen 1,0 und 0,8 durchgehend von etwa 33 cm bis zum Horizont. Ein mit einer solchen IOL ausgerüsteter Radfahrer beispielsweise sähe seinen Lenker ebenso deutlich wie die anderen Verkehrsteilnehmer und die Ampel an der übernächsten Kreuzung.

Die TECNIS Synergy IOL verfügt über eine patentierte achromatische Technologie unter der Bezeichnung ChromAlignTM, die zu einer besseren Kontrastwahrnehmung über alle Distanzen beiträgt. Hinzu kommt, dass neben der chromatischen auch die sphärische Aberration korrigiert wird. Außerdem blockiert ein Violettlichtfilter jene Wellenlängen, die die größte Lichtstreuung verursachen, was vor allem beim Autofahren im Dämmerlicht und im Dunkeln außerordentlich hilfreich ist. Hoher Kontrast ist damit auch unter schwierigen Lichtverhältnissen und nachts gewährleistet. Nach Untersuchungen ist der Bildkontrast bei schwachem Licht gut doppelt so groß wie bei anderen modernen multifokalen IOL. Die mit der TECNIS Synergy IOL mögliche Sehleistung ist unabhängig von der Pupillengröße.

An der Universitätsaugenklinik Bochum haben wir diese Linse, die eine bislang bestehende Versorgungslücke schließt und das ophthalmochirurgische Portfolio erweitert, inzwischen mehrfach eingesetzt und eine hohe Patientenzufriedenheit bemerkt – mit einem 60-jährigen Patienten als extremstem Fall hinsichtlich seines Kommentars zur neuen Linse: Es sei kaum zu fassen, äußerte er wenige Tage nach der Operation, er habe noch nie so gut gesehen. Unseren Patienten eine solche Empfindung zu verschaffen, mit der geeigneten Methode und dem individuell passendsten Modell der IOL-Technologie, ist das ultimative Ziel der Refraktivchirurgie.

 

Burkhard Dick, DGII aktuell Januar 2020

Grauer Star lasern - Augenklinik Bochum


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