medinfo-siegel Augenarzt Ranking Linsenaustausch im Universitätsklinikum

Weitsichtigkeit

Weitsichtigkeit (Hyperopie) präzise mit Laser und einer Linsenimplantation behandeln.

Von WeitsichtigkeitWeitsichtigkeit im Alter wird häufig durch eine Sehhilfe korrigiert (Hyperopie) sprechen wir, wenn der Augapfel für die notwendige Brechkraft zu kurz ist. Beim Betrachten eines Gegenstandes bei Weitsichtigkeit aus der Nähe kann das Auge das Licht deshalb nicht stark genug bündeln. Auf der Netzhaut erscheinen nahe Gegenstände verschwommen: Betroffene sehen in der Nähe unscharf. Das Licht von fernen Gegenständen kann dagegen normal gebündelt werden, und deshalb sieht man die Ferne scharf.

Viele Menschen mit einer geringen Weitsichtigkeit denken, dass sie mit 30 Jahren schon ihre erste Lesebrille bekommen.

Dabei fällt eine geringgradige Weitsichtigkeit (latente Hyperopie) nicht immer sofort auf, da das Auge diese durch eine Verformung der Linse auszugleichen versucht. Häufig kann man bis Anfang 30 eine leichte Weitsichtigkeit noch mit der Akkommodation der eigenen Linse ausgleichen. Dieser aktive Ausgleich der Weitsichtigkeit beansprucht den Ziliarmuskel stärker, der ein "Scharfstellen" der Linse beim Umschalten von der Nah- auf die Fernsicht bewirkt. Bei Betroffenen mit Weitsichtigkeit hat der Muskel kaum Ruhepausen, und die Überbeanspruchung des Ziliarmuskels führt zu Beschwerden. Man leidet bei Weitsichtigkeit deshalb häufiger unter Augen- und Kopfschmerzen, Augenbrennen und Entzündungen. Auch wird man bei einer unkorrrigierten Weitsichtigkeit schneller müde.

Mit zunehmendem Alter kann der Muskel die Weitsichtigkeit nicht mehr ausgleichen. Man sieht im Nahbereich immer unscharf. Dies spürt man umso mehr, je stärker die Weitsichtigkeit ist und so häufiger die Beanspruchung im Nahbereich liegt, z.B. bei einer Bürotätigkeit.

Ausgleich schafft hier eine Brille, Kontaktlinsen oder eine Augenoperation.

Gerade bei der Weitsichtigkeit hat die Brille jedoch den Nachteil, dass die Augen durch den Lupeneffekt der Brille stark vergrößert wirken. Viele betroffene Menschen tragen deshalb zu lange keine Brille und nehmen die obigen Nebenwirkungen in Kauf. Bewusst oder unbewusst.

Bei einer Augenoperation gibt es zur Korrektur der Weitsichtigkeit drei Möglichkeiten:

Lasik

Die Korrektur der Weitsichtigkeit ist mit LASIK und Femto-Lasik bis ca. +3 Dioptrien möglich. Bis zu dieser Dioptrien-Zahl lässt sich mit LASIK und der noch moderneren Femto-Lasik die Benutzung einer Brille abwenden. Vom praktischen Ablauf her unterscheidet sich der Eingriff bei Weitsichtigkeit nicht von dem bei Kurzsichtigkeit. Allerdings erfordert die Korrektur der Weitsichtigkeit eine höhere Erfahrung des behandelnden Augenarztes, da der Zentrierung der Behandlungszone eine größere Bedeutung als bei der Korrektur der Kurzsichtigkeit zukommt. Nachbehandlungen sind bei dieser Methode häufiger mit einem Visusverlust behaftet. Man sollte sicher sein, dass die gesamte Weitsichtigkeit innerhalb der 3 Dioptrie liegt, da sonst mit nachlassender Akkommodation wieder eine Brille notwendig ist. 

Phake Linse

Durch den Einsatz einer zusätzlichen Linse in der Vorder- oder Hinterkammer. Diese Methode kommt in Frage, wenn man Kontaktlinsen nicht verträgt, keine Brille tragen möchte und noch keinerlei Linsentrübung vorliegt.

Linsenaustausch

Mit dem Austausch der Augenlinse lassen sich höhere Weitsichtigkeiten am besten ausgleichen. Vor allem dann, wenn bereits eine leichte Linsentrübung vorliegt und man sich in der zweiten Lebenshälfte befindet, ist diese Methode die beste Wahl. Die Zentrierung der neuen Linse lässt sich mit dem Femtosekundenlaser noch präziser sicherstellen. Mit dem Einsatz einer Multifokallinse wird darüber hinaus noch die Altersichtigkeit kompensiert - man kommt im Alltag wieder ohne Brille aus.